Zeitarbeit für mich?
Eine Tätigkeit als Leiharbeiter ist für viele Interessenten nicht die erste Wahl: Sie haben es nicht in ein direktes Arbeitsverhältnis geschafft und nutzen die Zeitarbeit als alternatives Sprungbrett in den Job. Für wen ist die Leiharbeit aber tatsächlich geeignet? Woher kommen die meisten Leiharbeiter?
Fast 70 Prozent der Leiharbeiter kommen aus der Arbeitslosigkeit. Hier beweist sich die Zeitarbeit als arbeitspolitisches Instrument zur Wiedereingliederung in den Job. Auch Langzeitarbeitslose, die auf dem ersten Arbeitsmarkt kaum noch Chancen haben, sollten ihr Glück bei einer guten Personalvermittlung versuchen. Die Erwartungen sollten dabei aber nicht zu hoch gesteckt werden: Zeitarbeiter verdienen weniger, müssen sehr flexibel sein und werden auch nur selten vom Kundenunternehmen direkt übernommen. Etwa 30 Prozent der Zeitarbeiter erreichen früher oder später ein direktes, festes Arbeitsverhältnis – eine Zahl, die durchaus Mut macht.
Die Leiharbeit hat sich als Wiedereingliederung in den Job aber auch außerhalb der Arbeitslosigkeit etabliert. Besonders ungelernte und schlecht qualifizierte Arbeitnehmer haben es bei der Personaldienstleistung einfacher, eine Anstellung zu finden. Die Leiharbeit diente nämlich bereits in den 70er Jahren dazu, Produktions- und Dienstleistungsspitzen wie die einfache Arbeit am Fließband flexibel abzudecken. Viele große Unternehmen setzten auch heute noch bei einfachen Produktionstechniken auf die Leiharbeit.
Auch Männer und Frauen, die lange Berufspausen eingelegt haben, finden über die Zeitarbeit traditionell leichter eine Anstellung. Das gleiche gilt auch für Neueinsteiger im Beruf, denen es an Arbeitserfahrung mangelt. Falls Leiharbeiter mit ihrer Zeitarbeitsfirma unzufrieden sind, sollten sie unbedingt zu einer anderen Personalvermittlung wechseln – es gibt viele engagierte und verständnisvolle Personalunternehmen, die sich gut um ihr Personal kümmern.
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