Wieder fit durch eine Kur
Eine Kur kann zur Vorsorge oder Rehabilitation empfohlen werden. Es gibt unterschiedliche Gründe, die eine Kur erforderlich machen. Zum Inhalt einer Kur gehört sowohl die ärztliche Betreuung, als auch die Anwendung von Heilbehandlungen. Nach einem Herzinfarkt oder einer Krebstherapie soll die Kur helfen wieder in ein relativ normales Leben zurückzufinden, den bestmöglichen Gesundheitszustand herzustellen beziehungsweise wieder zu stärken und zu verbessern. Nach einem Unfall ist oft eine längere Rehabilitation erforderlich. Dabei lernen Betroffene mit der neuen Situation umzugehen, oder langsam wieder die alte Beweglichkeit herbeizuführen.
Unsere stressige Arbeitswelt ist oft der Auslöser für psychosomatische Erkrankungen. Auch hier kann eine Kur helfen, um Kraft zu tanken und wieder fit für den Alltag zu werden. Bei chronischen Erkrankungen, wie Asthma oder Neurodermitis, sind oft schon bei Kindern Kuren angezeigt. In Deutschland gibt es viele Kurorte, wie das Ostseeheilbad Graal Müritz oder Bad Elster in Sachsen, die auf eine lange Tradition zurückblicken. Um ein anerkanntes Kurbad zu werden, bedarf es bestimmter geologischer oder klimatischer Bedingungen. Moor- oder Thermalwasservorkommen verhalfen vielen Kurorten zu ihrem Status. Kuren werden bei medizinischer Notwendigkeit von gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst. Teilweise kann auch die Rentenkasse an der Finanzierung beteiligt sein. Auch die Private Krankenkasse bietet Leistungen im Kurbereich an. Es handelt sich hier um Tarife für Genesungskuren, wobei dafür eine Krankheitskostenversicherung bestehen muss. Die Beteiligung der PKV an den Kosten für die Kur kann beispielsweise in Form eines vereinbarten Tagesgeldes erfolgen. Während bei privat versicherten Personen der Arzt über die Notwendigkeit einer Kur entscheidet, prüft bei gesetzlich Versicherten der medizinische Dienst, ob tatsächlich eine Kur angezeigt ist.
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