Werbeartikel sind Werbemaßnahmen
Werbeartikel sind seriöse Werbemaßnahmen – die Wirtschaft hat nichts zu verschenken!
Unlängst kam ein neuer Schub in die Diskussion, ob Werbeartikel per se eine notwendige Betriebsmittelausgabe und infolge dessen steuerabzugsfähig seien. Der Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft sieht ganz deutlich die Notwendigkeit und Legitimität des Werbeartikels, so sagt der Vorsitzende des GWW, Hans-Joachim Evers: „Die Wirtschaft hat nichts zu verschenken, sondern sie wirbt.“ Der GWW ist die Dachorganisation der nationalen Werbeartikelwirtschaft mit über fünftausend Betrieben und 60.000 Beschäftigten. Dies sei ein großer Unterschied, und die unternehmerische Darstellung mittels Werbung darf keiner politischen Entscheidung zum Opfer fallen. Schließlich ist das Werben eine unerlässliche unternehmerische Tätigkeit, existenziell für das Überleben als Unternehmen. Neben der klassischen Werbung muss der Werbeartikel als eigenständige Zutat im Marketing-Mix gesehen werden, mit eigenen USPs (Alleinstellungsmerkmalen).
Werbeartikel können grundsätzlich jede Art von Produkt sein. Bei der großen Auswahl an Produkten wenden sich Unternehmen oft an bekannte Werbemittelhändler und lassen sich beim Einsatz von Marketingexperten beraten. Auf der Bestseller-Liste der Werbebranche finden sich jedes Jahr meist die sogenannten Give-Aways (Streuartikel), wie Kugelschreiber, Feuerzeuge, Anhänger oder Caps. Diese Werbegeschenke zeichnen sich durch besonders geringe Stückkosten aus und können dementsprechend gut als Massenartikel verwendet werden. Mit einem Firmenlogo versehen, sind solche Produkte schnell individualisiert. Aber auch andere personalisierte Artikel, wie T-Shirts, Kulinarisches, Elektronik und Sportartikel finden Verwendung als Werbeartikel. Die Aufbringung des Firmenlogos oder Werbeslogans geschieht meist per gängiger Drucktechnik oder als Gravur.
Die Absicht der Politik, Werbegeschenke nicht-abzugsfähig zu machen, die in die private Nutzung einfließen, sei nicht sinnvoll – so Vorsitzender des GWW, Hans-Joachim Evers. Gerade die private Weiternutzung und die Stiftung eines funktionalen Mehrwertes für den Nutzer sei eines der großen und wertvollen Alleinstellungsmerkmale des Werbeartikels. Andere, klassische Werbemaßnahmen wie TV- oder Printwerbung weisen in Hinsicht auf Werbeerinnerung und Akzeptanz deutlich schlechtere Werte auf, als die Werbegeschenke / Werbeartikel. Dies liegt unter anderem darin begründet, dass der Werbeartikel nach der Übergabe weiter genutzt werden kann und nicht, wie so mancher TV-Spot, einfach verpufft.
Es wird deutlich – Werbeartikel sind keine verschenkte Maßnahme von Unternehmen, die zu viel Geld haben, oder privaten Einzelpersonen etwas Gutes tun möchten. Sie sind vielmehr eine werbetechnische Maßnahme, die auf komplexem Marketingwissen aufbaut. „Denn es gilt die unternehmerische Faustregel:“, so GWW-Vorsitzende Evers, „Wer nicht wirbt, der stirbt!“
Autor Christian Schulze
alibiabc@googlemail.com
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