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Wenn andere Versicherungen nicht greifen – Dread Disease Versicherunge

Nur die wenigsten kennen den Begriff Dread Disease Versicherung. Das ist nicht verwunderlich, denn diese Art der Versicherung ist noch nicht lange am Versicherungsmarkt vertreten. Die Dread Disease Versicherungen sind erst seit 1993 in Deutschland zugelassen. Ein Herzchirurg aus Südafrika gilt als derjenige, der das Produkt der Dread Disease Versicherung erstmals kreierte. Marius Barnard entwickelte 1983 die erste Dread Disease Versicherung und landete damit einen vollen Erfolg. Diese Art der Versicherung sichert den Versicherungsnehmer ab, falls er von einer schweren Krankheit heimgesucht wird. Schon ab dem Tag der Diagnosestellung hat der Versicherte einen Anspruch auf die vereinbarte Versicherungsleistung. Die Höhe der Versicherungssumme wird bereits im Vorfeld vereinbart. Je nachdem wie hoch diese später sein soll, fallen auch die Versicherungsbeiträge aus. Aber auch das Alter und das Geschlecht, sowie die medizinische Vorgeschichte der versicherten Person haben einen entscheidenden Einfluss auf die Höhe der monatlichen Versicherungsbeiträge. Diese können unter bestimmten Voraussetzungen von Privatpersonen im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend gemacht werden. Immer mehr Unternehmen entschließen sich dazu, für ihre hochqualifizierten Führungskräfte eine Dread Disease Versicherung abzuschließen. Dies geschieht jedoch nicht aus reiner Menschlichkeit. Denn die Versicherungssumme bleibt im Falle einer schweren Krankheit der versicherten Führungskraft im Unternehmen, um den Verlust derselben aufzufangen. Aus dem Grunde wird die Versicherungssumme im Falle des Eintretens des Versicherungsfalles dem Betriebsergebnis zugerechnet. Es handelt sich beim Erhalt der Versicherungssumme um eine Betriebseinnahme. Schließt ein Unternehmen eine Dread Disease Versicherung für seine Führungskräfte ab, spricht man auch von sogenannten Keyman-Versicherungen. Auch der Begriff Keyperson-Versicherung ist in diesem Falle durchaus gebräuchlich.


Autor   Steffen Ehrlich
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