Vitaltee
Gemäß der tradiotionellen chinesischen Norm bereitet man Tee in einer mit lauwarmen Wasser ausgespülten Teekanne zu, benutzt je Becher einen halben Esslöffel getrockneter Teeblätter, übergießt sie mit siedendem Wasser und gießt den Aufguss nach acht min. in eine weitere vorgewärmte Teekanne ab. Profis raten an, den Aufguss nur fünf min. ziehen zu lassen, weil danach die im Tee beinhalteten Gerbstoffe frei werden, die die aufputschende Wirkung des Purin-Alkaloids im Tee schwächen. Tee kann man je nach Geschmack mit Sahne, Kandiszucker, Honig, oder Arrak trinken. Die Auffassung, in Teebeuteln sei Tee schlechterer Güteklasse, ist nicht korrekt. In Teebeuteln sind erlesenere Qualitäten ohne Halme. Wer ein Tee-Ei benutzt, sollte es nur bis zur Mitte füllen. Nach dem Überschütten mit warmen Wasser quellen die Teebestandteile auf und nehmen so an Größe zu. Die Teeblätter brauchen zu der Entfaltung Platz. Die Würze des Aufgusses ist von der Qualitätsklasse abhängig. Die bestmöglichste Tee-Qualität ergeben die Gipfelknospen sowie die aller ersten Blättchen des Strauches. Sowie die Teepflanzen gepflückt wurden, müssen sie fürs Erste dorren, danach werden sie gestückelt, fermentiert sowie vollständig entwässert. Einige Teesorten werden jedoch nicht fermentiert sondern stattdessen gedünstet. Gesundheitsfördernde Ingredenzien, die vor bestimmten Krankheiten schützen können, bleiben bewahrt. Der gesundheitsfördernste Tee allgemein soll der Jiaogulan Aufguss sein, der ebenfalls "Lebenskraut" heißt, kein Methyltheobromin noch Koffein beinhaltet, trotzdem belebend wirkt und einen günstigen Effekt auf das Wohlbefinden von Personen hat. Das Grün der schnell wachsenden, maximal sieben m langen Staude, die zu den bedecktsamigen Pflanzen zählt, werden in der Chinesischen Gesundheitslehre als Heilmittel angewandt. Die Jiaogulanpflanze gehört in Europa nicht wirklich zu den Pharmazeutika, sondern ist ein Nahrungsergänzungsmittel. In den USA wird jener etwas lieblich anmutende Tee, dort als "Altershemmender-Tee" bezeichnet, schon eine ganze Zeit lang getrunken, bei uns ist er noch etwas unbekannt. Ein Tee der absolut besonderen Klasse ist Reishi, ein Vitalpilz, dessen therapeutische Wirkung das Immunsystem, die Nieren sowie den Stoffwechsel günstig beeinflusst. Der Vietnamesische Begriff Wan Zhi steht für "Ewigkeitspilz" bzw "Zwanzigtausend-Jahre-Pilz". Bei dem Tee werden dünn geschnittene, gefriergetrocknete Stücke angewandt, die über 24 Std in warmen Kristallwasser eingeweicht werden. Anschließend wird der Trunk mit den Pilzscheiben erwärmt und vierzehn min. kochen gelassen sowie anschließend abgeschüttet. Die Jiaogulanpflanze schmeckt ein wenig herb-bitter und sollte mit Honig oder Kandiszucker gesüßt werden.
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