Unser Bildungsgrad bestimmt das Gewicht
Unser Bildungsgrad bestimmt das Gewicht
In der ersten bundesweit durchgeführten Verzehrstudie wurde deutlich klar: Schulabschluss und soziale Schicht wirken sich am stärksten auf Ernährungsverhalten und Gewicht aus.
Jeder zweite Deutsche ist übergewichtig, jeder Fünfte sogar fettleibig. Das ist die Kernaussage der Fachpresse, die aus Ernährungsexperten, Personal Trainer, Medizinen, Sportphysiotherapeuten besteht, welche die ersten bundesweite Verzehrstudie, deren Ergebnis Ende Januar 2008 veröffentlicht wurde, durchgeführt haben. Ein Jahr lang wurde in der Studie in nahezu allen Regionen Deutschlands erfragt und gemessen, was in Deutschlands Haushalten tagtäglich auf den Tisch kommt. 20000 Deutsche zwischen 14 und 80 Jahren wurden gewogen, vermessen und befragt. Das Ergebnis: Insgesamt gelten in Deutschland 66 Prozent der Männer und 50,6 Prozent der Frauen als übergewichtig. 20 Prozent der Bundesbürger sind so dick, dass diese als fettsüchtig bezeichnet werden.
Entscheidend für den Umgang mit den Kilos ist vor allem der Bildungsgrad. In den Gruppen mit höherem Schulabschluss finden sich deutlich weniger Übergewichtige. Bei den Bürgern mit Hauptschulabschluss gibt es fast doppelt so viel dicke Menschen wie bei denjenigen, die eine Fachhochschulreife oder Abitur haben. Darüber hinaus steigt der Anteil der Übergewichtigen im Alter. Zudem haben die Fachleute, unter ihnen auch Personal Trainer, Mediziner, Sportphysiotherapeuten, einen Zusammenhang mit der Zugehörigkeit zur sozialen Schicht festgestellt. Fettleibigkeit kommt in den unteren Schichten deutlich häufiger vor. Schon Kinder leiden unter der Herkunft. Laut der Verzehrstudie hat an den Haupt- und Realschulen fast jeder zehnte Junge starkes Übergewicht, an den Gymnasien ist es nur jeder zwanzigste. Bei den Mädchen ist das Gefälle noch deutlicher.
Das Risiko bei der Ernährung ist, zu einseitig und zu viel zu essen. Die richtige Ernährung alleine macht Übergewichtige aber noch nicht schlank – erst im Zusammenspiel mit ausreichender Bewegung ist der Erfolg von Dauer. Längst ist bekannt, dass Übergewicht massiv die Gesundheit schädigt: Ab einem BMI von 25 (Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern im Quadrat) steigt das Risiko für Folgeerkrankungen und die Liste der möglichen Erkrankungen ist lang: Ganz oben stehen Gelenkbeschwerden, Bluthochdruck, Diabetes Mellitus II, Fettleber, Gallensteine, bösartige Erkrankungen und psychische Probleme.
Werden die meisten in Situationen von einem Personal Trainer, Fitness Coach, Ernährungsberater darauf angesprochen, so wiegeln die meisten ab. Es geht den meisten „anscheinend“ gut. Doch der Schein trügt. Die Beschwerden werden nicht von heut auf morgen bemerkt. Der Prozess ist schleichend. Und genau das macht die Aufklärung und die Bemühungen zur Änderung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten so schwierig. Denn durch den langsamen Prozess gewöhnt man sich daran oft müder und leistungsunfähiger zu sein. Aber an dem Tag wo die Pufferzonen des Körpers aufgebraucht sind und alles überlastet ist (Knochen, Gelenke, Gefäße, Organe) und sich zu Wort melden, durch Symptome wie Schmerz, Störungen, Versagen, dann registrieren die Betroffenen das Ausmaß der Situation. Nur dann ist es schon zu spät. Dann kann man maximal Schadensbegrenzung leisten. Wie heißt es so treffend: „Der Körper vergisst nie“ oder „Du bist was du isst“!!
Leider sind die Lebensmittel zu sehr an dem Profit interessiert und nicht an der Gesundheit des Konsumenten. Solange sich das nicht ändert ist ein mündiger und wissender Konsument nicht erwünscht. Bleibt nur zu hoffen das wir genügend Personal Trainer, Fitness Coachs, Ernährungsberater haben, die einen Wandel Stück für Stück herbeiführen, indem diese das rettende Wissen in alle Haushalte tragen.
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