Trockene Augen lassen sich behandeln
Brennende und juckende Augen sind nicht nur lästig, sondern sie können regelrecht schmerzen. Oft wird das Gefühl beschrieben, ein Sandkörnchen im Auge zu haben. Durch unwillkürliches Reiben und Wischen verstärken sich sogar die Symptome. Diese Beschwerden begleiten das sogenannte Trockene Auge. In den letzten Jahren hat sich dies stark ausgebreitet. Etwa jeder fünfte Patient beim Augenarzt klagt über diese Beschwerden. Die Ursache liegt in einer Benetzungsstörung der Augenoberfläche. Teilweise entwickelt sich diese Erkrankung als chronisch und muss daher dauerhaft behandelt werden.
Die Tränenflüssigkeit verteilt sich normalerweise durch den Lidschlag, der die Hornhaut gleichmäßig benetzt. Die Flüssigkeit besteht aus Schleim, Wasser und Fett. „Stehen diese Bestandteile nicht im richtigen Verhältnis zueinander oder wird nicht genügend Flüssigkeit produziert, entsteht das Trockene Auge“, erklärt Dr. Achim Kaul, Apotheker und Gründer der Internetapotheke VersandApo.de. Neben unangenehmem Brennen stellen sich schnell ermüdende Augen ein, erhöhte Lichtempfindlichkeit tritt auf und auch das Blinzeln wird erschwert.
Umweltbelastungen und Erkrankungen als Ursache
Ursachen für das Trockene Auge sind vielfältig. Im Winter bei Heizungsluft treten die Beschwerden oft verstärkt auf. Luftbefeuchter können Linderung bringen.
Auch eine Tränenabflussstörung kann zum Trockenen Auge führen. Treten die Symptome vorwiegend im Frühjahr oder Sommer auf, sollte an eine Allergie gedacht werden. Weitere Ursachen sind Umweltbelastungen wie Ozon oder Staub, aber auch häufiger Aufenthalt in Räumen mit eingeschalteter Klimaanlage. Fortwährendes Arbeiten am Bildschirm oder die Einnahme bestimmter Medikamente können die Störung ebenfalls hervorrufen. Neben diesen Faktoren gibt es auch krankheits- oder altersbedingte Ursachen. So können Hormonstörungen und nachlassende Tränenproduktion im Alter verantwortlich sein. Aber auch Krankheiten wie Rheuma, Diabetes oder Nervenlähmungen können die Benetzung stören.
Unbehandelt drohen Augenschäden
Wird das Trockene Auge nicht behandelt, können chronische Lidrandentzündungen und auch Gewebeschädigungen an der Augenoberfläche entstehen. Im schlimmsten Fall wird die Hornhaut so geschädigt, dass es zu einer Erblindung kommt. Die ärztliche Untersuchung verläuft schmerzfrei und bringt Klarheit über die Ursache. Mit Tropfen und Gelen werden die Symptome behandelt. Auch sogenannte künstliche Tränen kommen zum Einsatz: Je nach Ursache werden spezifische Tränenersatzmittel eingesetzt, deren Verträglichkeit erst ausprobiert werden müssen. In Apotheke und Online Apotheke erhalten Betroffene kompetente Beratung zu den unterschiedlichen Mitteln.
Neben zusätzlicher Befeuchtung sollten Betroffene ihren Augen auch mehr Ruhe gönnen. Spaziergänge an der frischen Luft und regelmäßiges Lüften der Innenräume, die rauchfrei sein sollten, tun auch den Augen gut. Zugluft muss vermieden werden. Mindestens zwei Liter sollten täglich getrunken und auf genügend Schlaf geachtet werden.
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