Produktkommunikation
Wenn man sich intensiver mit Werbung und Marketing beschäftigt, lernt man schnell: Das beste Produkt hilft nicht viel, wenn es nicht den Kunden erreicht.
Erfolgreich ist schließlich nicht, was Neues oder Fortschrittliches bietet, sondern das, was auch verkauft.
Schon zu Beginn jeder guten Marketingkampagne muss man sich also fragen:
Wie sollte meine erfolgreich Produktkommunikation sein?
Wen will ich ansprechen?
Neue Ansätze
Produktkommunikation ist einem Wandel unterlegen. Genau wie die Menschen und die Gesellschaft ändert sie sich - weil wir uns eben ändern.
Werbesprache, die vor 30 Jahren gut war, würde heute wohl seltsam anmuten und ihr Ziel deutlich verfehlen.
Produktkommunikation muss den Nerv treffen und - das passt zur Überleitung - dafür sorgen nicht selten Neurologen und Psychologen, die die Gesellschaft genau studieren und wissen, was die Gesellschaft bewegt. Und wieso.
Einer dieser Forscher ist Simon Baron-Cohen, der mit seinen Theorien und Studien für Aufsehen sorgt.
Produktkommunikation nach Baron-Cohen
Mister Baron-Cohen, ein angesehener Forscher, hat sich dazu zahlreiche Gehirnstrukturen und Abläufe angesehen und ist der Meinung, dass man Menschen in 3 Gehirngattungen einteilen könnte:
S-Gehirne, E-Gehirne und B-Gehirne.
S-Gehirne, am häufigsten bei Männern, bestechen durch technisches Verständnis und systematisches Denken.
Will man sie in der Produktkommunikation ansprechen, sollte man die technischen und qualitativen Vorteile der Produkte in der Vordergrund stellen.
E-Gehirne, tatsächlich bei Frauen am meisten verteilt, bestecken durch Einfühlungsvermögen und gefühlvolles Denken.
Wie man schon ahnen kann, sollte die Produktkommunikation für sie eher in die Gefühlswelt eintauchen, Wärme und Sicherheit ausstrahlen.
B-Gehirne, die sehr sehr selten vorkommen, verbinden beide Eigenschaften - sie sind also so eine Art beratungsressistive Fühlquerdenker.
Bei manchen Produkten wird das keine Rolle spielen, weil sie sowieso eine gewisse Zielgruppe ansprechen.
Bei Produkten, die Frauen und Männer brauchen und kaufen, sollte man aber durchaus testen, ob sich damit nicht leichter ein Ziel erreichen lässt ...
Wie auch überall in der Werbung gilt: Wer testet, könnte am Ende siegen!
Und nur wer probiert, wird auch wissen, was sich auszahlt!
Fazit: Unbedingt neu sind die Ansätze nicht, aber: Es lohnt sich doch, genauer darüber nachzudenken, wenn man eine neue Kampagne einplant. In einigen Bereichen macht es durchaus Sinn, darauf Rücksicht zu nehmen. Es ist kein Geheimnis, dass es Produkte gibt, die Frauen und Männer gleichzeitig ansprechen und deren Werbung sehr gut ausrichtbar ist!
Produktkommunikation nach Baron-Cohen
Bernhard Hochrainer
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