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Levis-Jeans

Die Jeans hat ihren Ursprung als robuste Arbeitshose für Goldschüfer in der Mitte des 19. Jahrhunderts lange hinter sich gelassen. Längst hat sie Einzug gehalten in fast jeden Keiderschrank der westelichen Hemissphäre. Millerweile hat sie sich auch vom legeren Alltagskleidungsstück in Kombination mit Bluse und/oder Blazer zum bürotauglichen Geschäfts-Outfit gemausert. Doch damit nicht genug – längst haben auch die Haute-Couture Designer die Kulthose für sich entdeckt und endgültig in den Mode-Himmel gehoben. Eine Jeans für mehrere hundert Euro ist dabei kein Einzelfall mehr, aber nun hat sich kein geringerer als Jean-Paul Gautier zu einer Jeans-Kollektion in Zusammenarbeit mit Levis Jeans entschlossen.

Dass er sich dafür ausgerechnet die Firma aussucht, die vor 137 Jahren das Patent auf die Hose anmeldete, kann kein Zufall sein. Damit wendet sich Gautier an die traditionsreichste Jeans-Firma, um eben auf der Grundlage dieser Tradition, die Hose neu zu erfinden. Seine Kollektion zeichnet sich vor allem bei den Herren dadurch aus, dass für die sonst hellen Nähte der Jeans rotes Garn verwendet würde, was einen starken Kontrast zum dunklen Blau des Stoffes herstellt. Für die Damenkollektion hat Jean-Paul Gautier auf die Latzhose zu neuem Leben erweckt. Um ihr ihre Unförmigkeit zu nehmen, arbeitete er in den Hosenlatz bereits eine Art Büstenhalter ein, der dafür sorgt, dass die Hose auch am Oberkörper der Damenwelt nun enger anliegen kann. Ein Blick auf diese Kollektion lohnt sich alle Mal, denn Gautier schafft es tatsächlich, aus dem traditionellen Kleidungsstück einen neuen Fashiontrend zu machen.


Autor   Stefanie Giraldi
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