Langfristige Planung der Immobilienfinanzierung
Der Weg zu den eigenen vier Wänden, sei es nun eine Eigentumswohnung, ein gekauftes Haus oder ein Neubau, führt meist über einen Immobilienkredit. Hintergrund ist, dass nur die wenigsten Leute genug Eigenkapital auf dem Konto haben, um eine Investition in solcher Größenordnung ohne Fremdkapital durchzuführen. Wer clever ist, beginnt daher schon etwa sieben Jahre vor dem geplanten Bau oder Kauf mit dem Grundstein zur Immobilienfinanzierung. Ein Mittel dazu, den später erforderlichen Kredit so gering wie möglich zu halten, kann ein Bausparvertrag sein. Hier sollte der zukünftige Bauherr auf einen möglichst niedrigen Darlehenszins achten, da er den so angesparten Betrag samt dem auf diese Weise erhältlichen Bauspardarlehen als Teil der Finanzierung nutzen kann. Der Rest wird über einen Bankkredit finanziert, bei dem Zinsbindung und Tilgung an die persönlichen Möglichkeiten sowie die finanziellen Erfordernisse angepasst werden. Drei bis vier Jahre vor Ablauf der Zinsbindung des Hauptdarlehens sollte sich nach einer zinsgünstigen Anschlussfinanzierung umgesehen werden. Durch diese kann dann nach Ablauf der Zinsbindungsfrist das Hauptdarlehen abgelöst und der noch ausstehende Betrag günstig getilgt werden. Eine solche Anschlussfinanzierung gibt dem Bauherrn Zinssicherheit und somit Planungssicherheit über die Höhe der bis zur endgültigen Abzahlung der Immobilie anfallenden Ratenzahlungen. In einer Niedrigzinsphase kann er sich zudem die niedrigen Bauzinsen auf lange Zeit sichern und so bares Geld sparen. Durch Kombination aller drei Finanzierungsinstrumente lässt sich bei richtiger Nutzung ein beträchtlicher Geldbetrag sparen bzw. der Bauherr ist bei gleicher Gesamtbelastung wesentlich früher mit der Finanzierung fertig.
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