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Finanzkrise – Gefahr für die Riester Rente?

Viele Menschen machen sich in diesen Tagen Sorgen um ihre finanzielle Zukunft. Die Finanzkrise beherrscht seit Monaten die Berichterstattung in Fernsehen, Radio, Internet und Zeitung. Zu Recht wird befürchtet, die Krise - die ursprünglich nur die Banken betraf - könnte sich zu einer globalen Wirtschaftskrise ausweiten, wie die Welt sie seit siebzig Jahren nicht erlebt hat. Denn wenn die Banken keine Kredite mehr geben können oder wollen, ist es vielen Unternehmen nicht mehr möglich, dringend notwendige Investitionen zu tätigen. Die Folge sind nicht nur fallende Aktienkurse, sondern womöglich auch ein massiver Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Das führt zu einem Teufelskreis: Arbeitslose haben kein Geld, um Produkte zu kaufen, also geraten immer mehr Unternehmen in Schwierigkeiten. Zu den Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz kommt nun für viele, insbesondere ältere, Arbeitnehmer die Frage: Ist durch diese Krise meine private Altersvorsorge gefährdet? Die Antwort ist ein ganz klares "Kommt drauf an...". Wer sein ganzes Geld in Aktien angelegt hat, steht jetzt schlecht da: Ist ein Unternehmen erst einmal insolvent, gibt es in den meisten Fällen keine Chance mehr, dass sich der Aktienkurs jemals wieder erholen wird. Aber auch wenn es nicht ganz so schlimm kommt, kann es dauern, bis die Aktien ihren alten Wert wieder erreicht haben. So dauerte es beispielsweise nach der letzten Weltwirtschaftskrise etwa ein Vierteljahrhundert, bis der amerikanische Aktienmarkt wieder den Stand von vor der Krise erreicht hatte. Auch wer geplant hatte, in ein oder zwei Jahren sein Haus zu verkaufen, um in eine kleine Wohnung zu ziehen und mit dem Verkaufserlös seine Rente mächtig aufzubessern, könnte eine böse Überraschung erleben: Je mehr Hausbesitzer durch plötzliche Arbeitslosigkeit zum Verkauf gezwungen sind, desto stärker könnten die zu erzielenden Immobilienpreise in den Keller rutschen! Wesentlich besser stehen hingegen jene da, die auf die Riester Rente gesetzt haben. Natürlich wusste der damalige Minister Riester bei Einführung dieser privaten Vorsorge ganz genau, welche Risiken den Bürgern auf dem Weg zu einem unbeschwerten Ruhestand drohen. Aus diesem Grund war die Riester Rente von Anfang an mit einer besonderen Garantie verbunden: Wer sich für diese Form der Vorsorge entscheidet, dem wird auf seinem Rentenkonto bei Eintritt des Rentenfalls nicht nur alles gutgeschrieben, was er eingezahlt hat, sondern auch die Zulagen, die er vom Staat erhalten hat. Dieses ist gesetzlich verbürgt. Unterschiede kann es allerdings - je nach Art der gewählten Riester Rente - bei der Höhe der Rendite geben. Ein Verlust des eingesetzten Kapitals jedoch droht, im Gegensatz zu Aktien oder Immobilien, auf keinen Fall.


Autor   Andreas Mettler
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