Erste Hilfe bei Abmahnungen
Viele Internetnutzer sehen sich irgendwann mit der Frage konfrontiert, wo sie bei einer Abmahnung Hilfe erhalten. So ein Mahnschreiben hat man sich heutzutage leider schneller eingehandelt, als einem lieb sein kann. Ein falscher Klick im Internet reicht oft schon aus. Das Gemeine daran ist, dass man oftmals regelrecht dazu aufgefordert wird, einen solchen Fehltritt zu begehen. Auf vielen Internetseiten werden beispielsweise Dateien (Musikstücke, Filme etc.) zum kostenlosen Download angeboten. Wer sich mit Medienrecht nicht oder nur unzureichend auskennt, kann eigentlich gar nicht wissen, dass diese Dateien auf illegalem Weg ins Netz gelangt sind und nicht zum Herunterladen angeboten werden dürften. Fällt man darauf herein, hat man schnell eine Abmahnung Tauschbörse oder ähnliches am Hals. Und das kann richtig teuer werden. Im Extremfall werden bis zu vierstellige Summen als Schadensersatz gefordert. Es ist natürlich verständlich, dass die Film- und Musikindustrie verhindern möchte, dass die Leute ihre Produkte kostenlos aus dem Internet herunterladen, statt sie auf legalem Weg zu erwerben. Daher beauftragt sie Rechtsanwälte damit, diese Leute ausfindig zu machen und die Schadensersatzzahlung einzufordern. Es gibt allerdings eine Besonderheit, die Deutschland in dieser Angelegenheit vom Rest Europas unterscheidet. Hier muss nämlich der Abgemahnte die Kostennote, das heißt das Honorar des Anwalts, zahlen und nicht der Auftraggeber. Daher verwundert es auch nicht, dass dieses Honorar meist an der Obergrenze dessen liegt, was ein Anwalt im Normalfall verlangen würde. Hierzulande werden Internetsünder also mit einer Akribie verfolgt, die nirgends sonst in Europa zu finden ist. Wer schließlich eine Abmahnung im Briefkasten vorfindet, sollte aber nicht die Nerven verlieren, sondern sich zügig mit einer Kanzlei in Verbindung setzen, die sich auf Medien- oder IT-Recht spezialisiert hat. Die kann dem Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite stehen, und in den meisten Fällen wird auch erreicht, dass die Schadensersatzforderung weit weniger hoch ausfällt als anfänglich gefordert.
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