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Elektrosmog

Die Gefahr für den Menschen bei elektromagnetischen Feldern besteht nur bei hohen Feldstärken im Hinblick auf die thermischen Effekte. Diese thermischen Wirkungen, wie z.B. vom Mikrowellenherd ist den meisten Leuten vertraut. In solchen Geräten werden die Mikrowellen zum Garen und Erwärmen verwendet. Früher wurden öfters Verbrennungen des technischen Personals von Radaranlagen gemeldet. Durch entsprechende Grenzwerte werden diese Risiken heute minimiert. Weniger erforscht sind die athernischen Effekte von intensitätsarmen elektromagnetischen Feldern. Eine Krebsentstehung im Organismus des Menschen durch diese Felder machen die bisherigen Ergebnisse eher unwahrscheinlich. Es wurden bisher jedoch keine Modelle untersucht, die bei Zellen die Umwandlung vom normalen zum Krebsstoffwechsel zu Grundlage hatten. Weitere Informationen würden solche Modelle zur Frage der Erzeugung von Mutationen bei athermischen elektromagnetischen Einstrahlungen geben. Es liegen zurzeit keine Fallstudien darüber vor, dass gegenüber der „handyfreien“ Bevölkerung Handy-Benutzer häufiger an Krebs erkranken würden. Es konnte zwischen 1970 und 1984 keine Beziehung bei ca. 2 Millionen Menschen zwischen elektromagnetischen Feldern und Krebs festgestellt werden. Jedoch gibt es wie oben erwähnt Hinweise, dass vor allem niederfrequente modulierte Strahlung aber möglicherweise eine Reihe anderer Wirkungen auf den menschlichen Organismus haben kann. Es ist Tatsache, dass über fünf Millionen Deutsche unter beschwerden leiden, die sie für eine Folge von Elektrosmog halten.

Definition Elektrosmog
Es entstand ein neues und teilweise immer noch nicht restlos geklärtes Gefahrenpotential des Elektrosmogs mit der über hundertjährigen Entwicklung von Elektrotechnik, Elektronik und Telekommunikation mit Hochspannungsleitungen, Radio, Fernsehen, Radar, Computern und seit neuesten Handys. Im Jahr 1926 startete die deutsche Reichsbahn den ersten Versuch, drahtlos zu telefonieren, indem sie ihren 1. Klasse Passagieren diesen Service damals anboten. Später folgen dann die regionalen Mobilfunknetze und dann die analogen A-, B-, und C-Netze. Mit der Einführung der digitalen D-Netze wurde es erst technisch möglich, diesen Service einer breiten Zahl von Anwendern zugänglich zu machen. Im Juni 1992 wurde das D-Netz von der Firma Mannesmann als D2 Netz gestartet. Von der Telekom wurde nur wenige Wochen später das D1-netz gestartet. Das E-plus-Netz kam dann im Jahr 1994 hinzu und ermöglichte erstmals den Versand von SMS. Der Durchbruch erfolgte im Jahr 1995, als die Handys nach der CeBit auch in Deutschland zu einem Massenartikel wurde. Man versteht im Allgemeinen unter dem Begriff Elektrosmog die „Verschmutzung“ unserer Umwelt mit elektromagnetischen Feldern, in denen elektrische und magnetische Wechselfelder sich zeitlich ändern und miteinander gekoppelt sind. Der Begriff der Elektromagnetischen Beeinflussung EMB hat sich in der Fachwelt für diese Art der Umweltverschmutzung eingebürgert. In das noch junge Fachgebiet der Elektromagnetischen Verträglichkeit gehören ihre Erfassung, Quantifizierung, Normierung und vor allem Reduzierung. Anhand ihrer Frequenz und Signalform werden die elektromagnetischen Felder in eine Reihe von Haupt- und Unterbereichen eingeteilt. Der hochfrequente Bereich von etwa 10 kHz bis ca. 300 GHz ist dabei von besonderer Relevanz, da er unter anderem die Betriebsfrequenzen von Fernsehen, Rundfunk und Mobilfunk und Radar umfasst. Das sichtbare Licht gehört auch zu den elektromagnetischen Wellen, auch wenn mit erheblichen höheren Frequenzen. Es gab in der Bundesrepublik Deutschland im August 2002 rund 50.000 Mobilfunk Sendeanlagen , die je nach System (D2, D1, E-Plus), mit Frequenzen von 900MHz - 1.800MHz strahlen. Das in Kürze zu installierende UMTS-System hat Frequenzen im Bereich 2.000MHz bis zu 2 GHz.


Autor   Tobias Braun
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