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Die Tracht

Bei dem Wort Tracht denkt man sofort an Lederhosen und Dirndl oder die Schwarzwaldtracht. Doch als Tracht wird auch die Berufstracht - zum Beispiel als Bäcker, Arzt oder Richter - sowie die Zunftstracht - die der Schreiner - oder die Amtstracht - der Talar des Richters - bezeichnet. Durch diese bestimmte Kleidung wird ein Zugehörigkeitssymbol gesetzt. Besonders in Handwerk und Stadt findet man sie, denn die bäuerliche Tracht, oder auch Volkstracht, entstand erst im 15. Jahrhundert. Sie ist heute mit der Globalisierung erheblich zurück gegangen, doch viel junge Leute entdecken sie auch wieder neu, um als Gegenströmung zur Einheitlichkeit zu wirken.

Traditionelle Bekleidung
Heute wird die Tracht als solches fast nur noch ausschließlich zu festlichen Anlässen getragen. Doch gibt es auch noch weltweit viele Länder, in denen sie zum Alltag gehört. So beispielsweise in Vietnam, in China, in Japan, in Kambodscha, Indien und Nepal, Afrika und sogar in Europa in Schottland. Der Kimono in China und der Sari aus Indien sind bis nach Europa vorgedrungen und werden als Mode getragen, das Dirndl und die Lederhose finden in Bayern auch außerhalb des Oktoberfestes wieder Verwendung. Die Trachten werden aus vordefinierten Materialien, Farbe und Schnitt hergestellt und auch die Art zu Tragen ist genau vorgeschrieben. Es gibt Alltags- und Festtagstracht.

Historische Bekleidung
Auf Volksfesten sieht man sie besonders oft und vielseitig. Hier kann man schöne Fotos machen, wie sie zum Tanz schwingen und die Unterschiede zwischen der reich geschmückten, festlichen zu der wesentlich schlichteren, alltäglichen Bekleidung sehen. In Deutschland finden sich ganze Trachtenvereine, Brauchtumsgruppen, Heimatvereine und ähnliche, die diesen Brauch aufrecht erhalten. Bei der Tracht kann man schnell ersehen, woher der Träger kommt, welchen Stand er hat. Unter Tracht kann man auch das Brauchtum, bei Trauer schwarz zu tragen, zur Hochzeit weiß, im Alter Kopftuch und ähnliches, wie es noch heute in vielen Mittelmeerländern üblich ist, zählen.


Autor   Viktor Demch
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