Die Refertilisierung beim Mann
Wenn man es sich doch anders überlegt: Refertilisierung
Im Leben erlebt man viele Veränderungen: neuer Job, Umzug in eine neue Stadt, Partnerwechsel prägen uns und verursachen auch innerliche Veränderung. Oft bereut man frühere Verhaltensweisen und Entscheidungen. Aber was geschehen ist, ist geschehen. Im Leben gibt es keinen „Rückgängig-Button, so wie beim Zeichen- oder Textprogramm für den Computer. Aber manche Entscheidungen kann man Rückgängig machen: Durch die Refertilisierung nach der Sterilisation!
Eine Sterilisation ist ein ernster chirurgischer Eingriff, meist bei einem Mann, der permanente Empfängnisverhütung bedeutet: der Mann kann keine Kinder mehr zeugen. Oft bereut man dies, wenn zum Beispiel nach einem Partnerwechsel wieder Kinderwunsch besteht. Durch die Refertilisierung bietet sich dem Mann und damit dem Paar die Möglichkeit, doch wieder Kinder zu zeugen.
Die Entscheidung sollte jedoch schnell getroffen werden, denn je länger die Sterilisation zurückliegt, desto kleiner sind die Chancen einer erfolgreichen Refertilisierung. Liegt die Sterilisation noch nicht so lange zurück, kann der getrennte Samenleiter per Vasovasostomie wieder zusammengeführt werden und die Erfolgsaussichten sind bei etwa 70 %. Wenn die Sterilisation lange her ist, kann es sein, dass die Nebenhodenkanälchen durch Druckerhöhung platzen und beim zusammenwachsen vernarben. In diesem Falle muss die Refertilisierung per Tubulovasostomie vorgenommen werden, was bei der Hälfte der Behandlungen glückt.
Ansonsten ist die Refertilisierung – sowohl die Vasovasostomie, als auch die Tubulovasostomie – ein eher risikoarmer chirurgischer Eingriff. Neben den allgemeinen Komplikationen, die bei einer medizinischen Behandlung auftreten können sind hauptsächlich Schwellungen eine Form der Komplikation, die jedoch selten auftritt und in der Regel schnell verheilt.
Natürlich ist es besser, wenn man sich schon vor der Sterilisierung überlegt, ob man es wirklich will. Eine unnötige Operation belastet Körper und Geldbeutel. Wenn man sich zur Refertilisierung entschließt, ist man im Endeffekt zweimal unnötig unter dem Messer gelegen.
Manchmal ist Unfruchtbarkeit aber auch durch Unfall oder Krankheit bedingt. Auch hier kann eine Refertilisierung manchmal helfen. Im Gegensatz zur Refertilisierung nach freiwilliger Sterilisation übernimmt in solchen Fällen meist auch die Krankenkasse die Kosten.
Mehr Informationen zur Refertilisierung und zur Sterilisation finden Sie auf www.mybody.de.
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