Die Fußball WM zieht Jung und Alt auf der ganzen Welt in ihren Bann
Juni 2006: Ein Sommermärchen beginnt. Ganz Deutschland wird vom Fieber der Fußball WM im eigenen Land gepackt. Für Männer, Frauen und Kinder aller teilnehmenden Länder ist Fußball vier ganze Wochen lang die Hauptattraktion und Gesprächsthema Nummer eins. Sogar der Wettergott scheint im Fußballrausch zu stecken und beschert dem Land vier Wochen lang fast unterbrochenen Sonnenschein. Überall auf den deutschen Straßen sieht man die Menschen fröhlich feiern, unzählige Autokorsos unterschiedlicher Nationen bewegen sich laut hupend nach gewonnen Spielen durch die Innenstädte des Landes.
Public Viewing wird zur Lieblingsbeschäftigung aller Deutschen und auch eines jeden Gastes der kleinen und großen deutschen Städte. Ja, sogar das Wort Patriotismus hat selbst für die deutschen Gastgeber keinen negativen Beigeschmack mehr. So schwingt man denn auch fröhlich und selbstbewusst allerorten die schwarz-rot-goldene Flagge und macht dies mit einer Selbstverständlichkeit, als wäre es auch in den Jahrzehnten zuvor niemals anders gewesen. Klinsmanns Jungs kommen weiter, als das je jemand für möglich gehalten hätte. Auch wenn sie letztlich nicht als FIFA-Weltmeister aus dem Turnier hervorgehen, zum „Weltmeister der Herzen“ werden sie dennoch ernannt und Fußball ist fortan mehr denn je zum Volkssport Nummer eins in Deutschland geworden.
Juni 2010: Die Fußball WM findet zum ersten Mal auf afrikanischem Boden statt. Die Welt feiert ein neuerliches Fußballfest in dem Land, das einst durch Rassendiskriminierung und Apartheid in Verruf geraten war, indem jedoch heute dank des Einsatzes der schwarzafrikanischen Freiheitskämpfer und ANC-Gründer Walter Sisulu, Oliver Tambo und Nelson Mandela eine gesetzlich geregelte Gleichberechtigung der schwarzen und weißen Einwohner erreicht ist. Südafrika hat es auch, dank der heutigen Geschlossenheit der Nation geschafft, nicht nur die Fußball WM ins Land zu holen, sondern auch die dafür nötigen Voraussetzungen zu schaffen. Aus afrikanischer Sicht ist dies noch immer keine leichte Aufgabe. So schaut die Welt nun in diesen Tagen zur Südspitze des afrikanischen Kontinents und feiert erneut einen märchenhaften Sommer.
Mittendrin ist natürlich auch die deutsche Nationalmannschaft unter Bundestrainer Joachim Löw. Der seit dem Jahr 1934 jüngste deutsche WM-Kader versucht in diesem Jahr die Voraussage des Sportfreunde Stiller Songs „54, 74, 90, 2010“ wahr werden zu lassen und den Weltmeister-Titel nach Hause zu holen. Auf das Deutschland nach dem diesjährigen Sieg durch Lena Meyer-Landrut im Eurovision Song Contest nun auch noch sein zweites Sommermärchen erlebt. Man darf gespannt sein, ob dieser Traum in Erfüllung gehen wird. Fußball WM
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