Der Rap und die Lyrik
Fettes Brot oder Fanta Vier - Musiker die rauf und runter im Radio seit Jahren erfolgreich gespielt werden. Goethes Werke dagegen verstauben nicht selten einsam und fast vergessen in den Regalen der Bibliotheken und Buchhandlungen. Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller wirken besonders auf die junge Generation zu trocken und langweilig. Dies ist jedoch bei näherer Betrachtung nicht gerechtfertigt. Doch die modernen Raper und Schiller haben sehr viele Gemeinsamkeiten, sie sind beide auf Ihre persönliche Art Lyriker. Denn genauso wie frühere literarische Meister benutzt die Musikrichtung Rap die Form der Poesie. Mit dem passenden Beat würde sogar das poetische Meisterstück Faust richtig hip klingen. Es scheint fast so, dass Rap und Lyrik füreinander geschaffen wären. Rap gehört zum Hip-Hop. Dieser Stil entwickelte sich aus der afroamerikanischen Bewegung um 1960. Durch den reimenden Sprechgesang und die Melodie wird der Text hervorgehoben. Der Reim ist im Rap die wichtigste Ausdrucksform. Genauso wie bei einem Gedicht sind klangliche Laute und kurze, prägnante Sätze für einen richtig guten Songtext die Grundregel.
Lyrische Texte in der Musik sind meist auf hohen Niveau geschrieben und kritisieren Zeitgeschehen oder Emotionen. Diese Form des Raps unterscheidet sich wiederum vom Gangstarap, dessen Aussprache nicht viel mit dem Ausdruck eines Gedichtes gemeinsam hat.
Mittlerweile entwickelt sich auch ein spezieller Lyrik-Rap. Viele Musiker aus Deutschland wie Sabrina Setlur oder Thomas D. schreiben und interpretieren gerne die Poesie in ihren Liedern.
Um das eine oder andere Gedicht wieder näher an die heutige Zeit zu bringen, gibt es an Schulen immer wieder Projekte in denen Goethes Werke in Rapform modernisiert werden.
|
Artikel empfehlen Artikel drucken kommentieren |

