Bunt bedruckt
CD-Rohlinge und DVD-Rohlinge sehen auf den ersten Blick alle gleich aus. Kauft man aber eine CD oder eine DVD im Laden, ist die Labelseite bunt bedruckt. Um den silbernen CD-Rohling beziehungsweise DVD-Rohling dorthin zu kriegen, bedient sich die Industrie verschiedener Techniken.
Eine Möglichkeit ist der Siebdruck. Dabei sind bis zu sechs Labelfarben möglich. Noch ist der Siebdruck die meist genutzte Variante. Der Offsetdruck stellt aber mehr und mehr eine Konkurrenz dar. Beim Trockenoffsetdruck sind nur vier Farben möglich, er kann aber mit dem Siebdruck kombiniert werden. Die Auflösung ist um einiges höher als beim Siebdruck. Deswegen ist die Technik vor allem für fotorealistische Darstellungen geeignet.
Der Thermotransferdruck wird vor allem bei kleinen Auflagen sowie selbst gebrannten CDs und DVDs verwendet. Dabei wird die Farbe mit einem speziellen Drucker durch Erhitzen des Druckkopfes auf den Datenträger übertragen. Das Verfahren lohnt sich für Schriften und Logos. Als Weiterentwicklung gilt der Thermoretransferdruck. Dabei wird das Labelmotiv auf ein Übertragungsband gedruckt und davon dann eine Folie auf der CD angebracht.
Eine weitere Möglichkeit ist der Tintenstrahldruck. Der funktioniert nur bei CDs, die eine papierähnlich beschichtete Oberfläche haben. Die Ergebnisse sind meist recht ansehnlich, fotorealistische Darstellungen sind möglich. Weitere Verfahren sind das Lightscribe-Verfahren, Labelflash sowie DiscT@2.
Für den Privatgebrauch sind vor allem günstige Varianten wie der Tintenstrahldruck geeignet. Wer auf auffällige beziehungsweise individuelle CDs verzichten kann und einfach nur Daten, Filme oder Musik speichern möchte, kann auch auf die billigste aller Varianten zurückgreifen und die CD oder DVD einfach mit einem Stift beschriften.
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