Biergärten und Straßencafés – die Gastronomie der Zukunft
Seit einiger Zeit zeichnet sich ein für Deutschland recht ungewöhnlicher Trend in der Gastronomie ab. Immer mehr Gäste möchten draußen sitzen. Und das nicht nur im Sommer, nein. Beim kleinsten Sonnenstrahl im Februar oder Dezember macht man es sich lieber im Freien bequem, wärmt sich bei Kaffee oder Glühwein die Finger und genießt die Wolken heißen Atems, die in die klare Winterluft entweichen. Woran mag das wohl liegen? Denn nur max. die Hälfte der Gäste sind Raucher, die sich schon seit langen an Aufenthalte an der frischen Luft gewöhnt haben. Vielleicht sind aus einstmals provisorisch eingerichteten Rauchertischen im Freien nach und nach richtige Freiluft-Gasträume geworden, ausgestattet mit Markisen als Schutz vor der Sonne, Heizkörpern für kalte Füße und Beleuchtung für gesellige Abende. Von renommierten Markisenherstellern wurden für diese Zwecke spezielle Gastro-Markisen entwickelt, die nicht an Wänden befestigt werden müssen, sondern auf jeder freien Fläche aufgestellt werden können. Stabile Gerüste und extrem witterungsbeständige Markisentücher bieten den Gästen auch an windigen und regnerischen Tagen die Möglichkeit, im Freien zu speisen oder zu trinken.
Fakt ist, dass Restaurants, Cafés oder Bierstuben usw., die ihren Gästen keine Tische im Freien anbieten können, einen starken Rückgang des Umsatzes zu verzeichnen haben. Bis auf ein paar treugebliebene Stammkunden, die mit einem Bier 2 Stunden an der Theke stehen, kommen keine Gäste mehr. Selbst Gaststätten, die sich über Jahrzehnte nur im Innenbereich über Wasser halten konnten, müssen nun entweder schließen oder über eine Öffnung nach draußen nachdenken. Schon eine kleine Terrasse mit drei-vier Tischen, einer Markise oder einem leuchtenden Sonnensegel überspannt, reicht aus, um wieder neue Gäste anzulocken und den Stammkunden mal ein neues Gesicht zu zeigen. Ihr Platz an der Theke wird damit ja auf keinen Fall bedroht.
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